Unsere Geschichte

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Über Panama

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Unsere Geschichte

Es gab Zeiten vor Jahrmillionen als dort, wo wir nun Panama haben, eine große Lücke klaffte und die Gewässer von Atlantik und Pazifik sich vereinten.

 

Der Isthmus von Panama, die Landenge zwischen Nord- und Südamerika bildete sich ungefähr vor drei Millionen Jahren. Aber erst seit etwa 10.000 Jahren wurde er von Menschen besiedelt, und man geht davon aus, dass nur ein paar Dutzend indigener Gruppen, namentlich die Guna, Ngäbe, Buglé, Emberá, Wounaan und Naso bereits lange vor der Ankunft der ersten Kolonisatoren hier lebten.

 

Obwohl nicht viel über das prekolumbische Panama bekannt ist, zeigen archäologische Funde, dass die existierenden Gruppen Teil einer großen Handelskette waren, die sich von Peru bis nach Mexiko erstreckte. Beeindruckende Goldornamente und andere Artifakte, die man in diesen Bereichen ausgrub, zeugen davon.

 

Die Kolonisierung Panamas begann 1501 mit der Entdeckung seiner karibischen Küste. 1513 überquerte Vasco Núñez de Balboa den Isthmus und erreichte so den Pazifik, den er für seinen König in Besitz nahm. Spanier begannen, sich im Süden anzusiedeln, und Panama wurde zum Ausgangspunkt für die Eroberungsfeldzüge nach Südamerika sowie Eckpfeiler des kolonialen Handels Spaniens. Noch bis zum heutigen Tage ist es eine wichtige Achse für den Welthandel, dank seiner geografischen Lage, seiner Fluganbindungen und dem Kanal, der seit über 100 Jahren operiert und erst kürzlich einer Erweiterung unterzogen wurde.

 

Panama City, die Hauptstadt des Landes, ist als die kosmopolitischste Stadt Mittelamerikas bekannt. Eine Stadt der Konstraste zwischen schimmernden Hochhäusern und kolonialer Architektur in seiner Altstadt, dem Casco Antiguo, die täglich wächst mit einer lebendigen Gemeinschaft von großer kultureller Vielfalt, die dieses Land zu einem echten Schmelztiegel macht.

Kolonialzeit

 

Die Küste Panamas wurde zuerst von dem spanischen Abenteurer Rodrigo Bastides 1501 gesichtet. Ein Jahr später erkundete Christopher Kolumbus die Karibikküste auf der Suche nach einer Passage nach Westen. Während einer dieser Expeditionen erfuhren die Konquistadoren von den Ureinwohnern, dass nicht weit entfernt im Süden ein großer Ozean den Weg zu mehr Reichtum in entfernten Königreichen versprach; aber es war nicht vor 1513, dass Vasco Núñez de Balboa den Weg antrat und somit der erste war, der das erspähte, was wir heute als den Pazifischen Ozean kennen.

 

Die Spanier entschieden sich, die Stadt Panama 1519 an der pazifischen Küste anzusiedeln, verbunden mit dem Ort Nombre de Dios an der Karibik wurde dies zur wichtigsten kolonialen Handelsroute. Von Panama aus eroberten sie Südamerika, und schon bald wurden riesige Mengen Gold, Silber und andere wertvolle Dinge von Lima nach Panama verschifft, durch den Dschungel zur atlantischen Küste getragen, und traten von dort aus den Weg nach Spanien an.

 

Naturgemäß erregte so viel Reichtum das Interesse der Piraten, und die Geschichte Panamas ist gezeichnet von einer großen Zahl von Angriffen, Plünderungen und Zerstörung durch berühmt-berüchtigte Freibeuter. Der berühmteste von ihnen, Henry Morgan, nahm 1671 die Festung San Lorenzo ein, von wo aus er auf Panama zog und es angriff. Angesichts der drohenden Gefahr gab der spanische Gouverneur den Befehl, die Stadt in Flammen zu legen, damit sie nicht in die Hände der Piraten falle.

Der Goldrausch und die Eisenbahn

 

Es würde wieder einmal Gold sein, diesmal aus Kalifornien, das die verschlafene nördlichste Provinz Kolumbiens 1849 zu neuem Leben erweckte und es wieder auf die Landkarte brachte als einer der sichersten und schnellsten Wege für die Goldgräber, das neue El Dorado zu erreichen.

 

Dieser Ansturm von Menschen führte umgehend zur Entscheidung, die erste trans-ozeanische Eisenbahn der Welt zu bauen. Eine Zugstrecke durch den tropischen Wald war keine einfache Aufgabe. Chinesen wurden nach Panama gebracht, um für die Zuggesellschaft zu arbeiten, und obwohl viele starben, sind sie heute eine der größten Minderheiten unter den Panamaern.

 

Die Aufgabe wurde zum Jahre 1855 beendet, und der überwältigende finanzielle Erfolg im folgenden Jahrzehnt bewies einmal mehr die Vorzüge von Panamas aussergewöhnlicher Lage.

Ferdinand de Lesseps und der französische Kanal

 

Währenddessen begab sich auf der anderen Seite der Welt ein Vorgang von beträchtlicher Wichtigkeit: Ferdinand de Lesseps und seine französischen Ingenieure bauten den Suezkanal, der den Schiffen erlaubte, direkt vom Mittelmeer in den Indischen Ozean zu navigieren, ohne den ganzen afrikanischen Kontinent umfahren zu müssen.

 

Nach diesem riesigen Erfolg richtete Ferdinand de Lesseps sein Augenmerk auf Panama und stürzte sich kopfüber in das, was die größte Baustelle aller Zeiten sein sollte. Überzeugt durch das außergewöhnliche Charisma dieses alten Mannes, wurde bald mit dem Geld privater Investoren die „Compagnie Universelle du Canal“ gegründet.

 

Die Franzosen begannen im Januar 1881 zu graben, und hatten die ersten ernsten Probleme bereits drei Monate später mit dem Einsetzen der Regenzeit. De Lesseps beharrte bis 1886 dickköpfig auf seinem Plan, einen Kanal auf Meeresniveau zu bauen, bevor er sich gezwungen sah, auf einen Plan mit Schleusensystemen zu wechseln. Aber es waren nicht nur die Probleme mit dem Boden, welche die Franzosen zur Aufgabe führten. Auch waren es nicht allein die mehr als 25.000 Tote durch Malaria, Gelbfieber, Dysenterie oder anderes. Das französische Scheitern war hauptsächlich ein finanzielles. Von Anfang an vernachlässigte de Lesseps wissentlich die nötigen Investitionen, um mehr Gelder von seinen Investoren zu erhalten. 1889 weigerten sich diese schlicht, weiterhin Geld in das Projekt zu stecken, und die Gesellschaft ging bankrott.

 

Dies geschah mitten in einem großen Korruptionsskandal, der die gesamte französische Politik in Verruf brachte. Der finanzielle Direktor der Gesellschaft, Baron de Reinach, beging Selbstmord, und   de Lesseps eigener Sohn Charles, der als Vorsitzender der Gesellschaft fungierte, ging ins Gefägnis.

 

Nachdem die Compagnie Universelle du Canal Konkurs anmeldete, wurde eine neue Gesellschaft gegründet, die „Compagnie Nouvelle“, die in viel kleinerem Maße weiter arbeitete, ehe sie 1903 an die Vereinigten Staaten verkauft wurde.

Der Panamakanal unter U.S. Verwaltung

 

1903 erlangte Panama seine Unabhängigkeit von Kolumbien, und die Vereinigten Staaten nahmen die Arbeit an diesem Projekt 1904 erneut auf. 1914 wurde der Kanal eröffnet und dieses große menschliche Abenteuer endlich von Erfolg gekrönt.

 

1977 unterzeichneten Panama und die Vereinigten Staaten den Vertrag Torrijos-Carter, welcher Panama die Kontrolle über den Panamakanal und die angrenzende Kanalzone zum Jahrtausendwechsel zugestand. Somit war es nicht vor dem 31. Dezember 1999, dass Panama offiziell seine Souveränität und Kontrolle über das gesamte Land erlangte.

 

Erst kürzlich entschied man in Panama, die beeindruckende Leistung einer Kanalerweiterung zu vollbringen, indem man zwei zusätzliche Schleusensysteme einfügte, die eine dritte Fahrtrinne darstellen, durch die wesentlich größere Schiffe transitieren können. Die Eröffnung des Erweiterten Kanals fand im Juni 2016 statt und hat soweit alle Erwartungen in bezug auf Verkehr übertroffen, da es der Schifffahrt erhebliche Vorteile bringt, sowie eine deutliche Reduzierung des CO2-Ausstoßes.